Rechtliches

Der Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) durch Laien im Rahmen der Ersten Hilfe ist rechtlich unbedenklich. Grundsätzlich ist ein AED ein aktives Medizinprodukt, d. h. für die Organisation im Rahmen der betrieblichen Erste-Hilfe sind das Medizinproduktegesetz (MPG) und die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) maßgeblich. Es ist 1. ein Medizinproduktebuch zu führen, es darf 2. grundsätzlich nur der Hersteller bzw. von diesem autorisierte Personen den AED vor Ort in Betrieb nehmen und es muss 3. ein Gerätebeauftragter im Unternehmen benannt und im sachkundigen Betrieb des Geräts unterwiesen werden. Dieser Gerätebeauftragte kann dann das übrige betriebliche Personal unterweisen. In der Praxis allerdings findet die Erstunterweisung zumeist in einem umfänglicheren Rahmen für möglichst viele betriebliche Ersthelfer statt. §5 Abs. 4 der Medizinproduktebetreiberverodnung regelt, dass Medizinprodukte, die für die Verwendung durch Laien vorgesehen sind, grundsätzlich auch ohne Einweisung betrieben werden dürfen. Außerdem dürfte im Notfall – sprich im rechtfertigenden Notstand (§ 34 StGB) – ein AED ohnehin auch von nicht eingewiesenem Personal bedient werden. In der Praxis allerdings trauen sich nur sehr wenige Ersthelfer ohne Übung diese Chance zu nutzen, obwohl Fehler bei der Anwendung nahezu ausgeschlossen sind.

Quelle: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie: Automatisierter externer Defibrillator. Online im Internet: https://de.wikipedia.org/wiki/Automatisierter_Externer_Defibrillator [Stand: 25.06.2016]