Notfallhilfe

KinJu stellt Defibrillator für die Kindertagesstätte Schönau und die Ortsumgebung zur Verfügung

Bad Münstereifel-Schönau: Der Verein Internationale Kinder- und Jugendhilfe (KinJu.de) stellt zur Notfallhilfe einen halbautomatischen Defibrillator (AED) für die DRK-Kindertagesstätte und Familienzentrum im Ortsteil Schönau zur Verfügung.

Aufgrund langer Anfahrtswege der Rettungswagen ist häufig die Zeit für eine schnelle Notfallmaßnahme in den Randbezirken der Stadt Bad Münstereifel zu knapp.
Aus diesem Grund ist ab sofort ein halbautomatischer Defibrillator mit spezieller Kleinkindfunktion angeschafft worden.
Das Gerät ist einzusetzen, wenn eine Person bewusstlos ist und ein Atemstillstand festgestellt wird. Der Patient soll zunächst – wie in den Erste-Hilfe-Kursen vermittelt wird – mit Hilfe der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) reanimiert werden. Da häufig für diesen lebensbedrohlichen Notfall ein sogenanntes Kammerflimmern die Ursache ist, wird der Einsatz eines Defibrillators notwendig. Ein Kammerflimmern ist von außen, ohne Messung eines EKGs nicht nachweisbar, daher ist der Einsatz eines AED in dieser Stituation auf jeden Fall sinnvoll, da dieser ein Kammerflimmern duch seine Messwerte erkennt.

Einsatz des Defibrillators:
Bereits nach dem Öffnen des Defibrillators weist dieser den Ersthelfer mit klaren Sprachbefehlen in die Situation ein. Nachdem die beiden Elektroden des Gerätes am Oberkörper des Notfallopfers angebracht wurden, misst der Defibrillator selbstständig die Herzfrequenz und weitere wichtige Vitalwerte. „Eine Aufforderung zum Auslösen eines ‚Schocks‘ zum Resetten der Herzfrequenz wird beim halbautomatischen AED nur dann ausgeführt, wenn das Gerät aufgrund seiner Messwerte eine Notwendigkeit feststellt. Dieser eletrische Impuls wird dann durch Knopfdruck am AED durch den Ersthelfer unter Wahrung des Sicherheitsabstandes ausgelöst. Ein versehentliches Auslösen des Impulses ist nicht möglich.“, so Andreas Hollmann, Diplom Pflegewissenschaftler und Ausbilder für Erste Hilfe. „Der Einsatz von AEDs durch den Ersthelfer kann die Zeit bis zum Eintreffen des Krankenwagens gewinnbringend überbrücken und lebenserhaltend sein!“

Der Defibrillator ist von jedem Laien zu bedienen und gibt dem Helfer nach dem Öffnen des Gerätedeckels klare Anweisungen was genau zu tun ist. Der Vorsitzende des Vereins Michael Mahlberg betont, dass niemand Angst haben muss dieses Gerät einzusetzen, da alles selbsterklärend ist und ein Missbrauch dadurch ausgeschlossen wird.

Um die Verfügbarkeit des Defibrillators nicht nur auf die Kindertagesstätte zu beschränken und eine allgemeine Nutzung zu ermöglichen, wird in Schönau von der Volksbank Euskirchen der Raum des Geldautomaten zur Vorhaltung bereitgestellt, der sich im Zentrum des Ortes befindet und eine sehr gute Erreichbarkeit hat. Auf die Frage nach Missbrauch, Diebstahl und Vandalismus antwortet Michael Mahlberg: „Wir sind froh, die Geschäftsräume der Bank nutzen zu können, da diese Videoüberwacht sind, des Weiteren ist der Defibrillator in einem kleinen, alarmgesicherten Gehäuse untergebracht, so dass eine Nutzung des Gerätes nicht unentdeckt bleibt.“

Am Freitag, den 09.09.2016 findet um 18:00 Uhr eine Einführungsveranstaltung in der Turnhalle der DRK Kindertagesstätte Schönau (Wiesentalstraße) statt. Hier wird die Funktion des Defibrillators erläutert, die Anwendung mit Hilfe eines Übungsgerätes vorgeführt. Interessierte können Fragen stellen und sich den Einsatz und die Anwendung von geschultem Personal erklären lassen.

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